Arbeitsplaner - was ist zu tun im April?

Obstgarten

 

Jetzt ist noch Zeit, Pfirsiche, Nektarinen und Aprikosen zu schneiden (siehe hierzu

näheres im Bereich Info auf unserer Seite). Neuerdings geht die Fachmeinung beim

Schnitt der Aprikosen dazu über, diese erst nach der Ernte zu schneiden.

Bei Pfirsich und vor allem bei der Aprikose ist die Spindelerziehung die optimalste

Anbauform.

 

Die über Wintermonate freigehaltene Baumscheibe ist von Wasser- und

Nahrungskonkurrenten freizuhalten. Dies geschieht einmal durch Hacken oder durch

Abdeckung mit einer organischen Mulchschicht, gleichzeitig auch ein

Langzeitdünger. Als weitere Mulchschicht kann fast jegliches Material verwandt

werden, selbst Kieselsteine. Bei Bedeckung mit Hackschnitzeln ist an zusätzliche

Gabe von Stickstoff zu denken.

Nach Blühbeginn der Erdbeeren ist die Stroheinlage einzubringen. Hierdurch

verhindere man das Verschmutzen der Früchte und mindert den Befallsdruck durch

Fruchtfäule.

 

Weiter ist auf den Kleinen Frostspanner zu achten. Wo im Herbst keine Leimringe

am Baum angebracht wurden, kann man bei Befall von Kernobst mit einem Bacillus-

thuringienis-Präparat arbeiten. Bei Steinobst (vor der Blüte) kann das biologische

Mittel Neem (wird aus dem Samen des Neem-Baumes aus Indien gewonnen und ist

ein natürliches Insektizid) angewandt werden.

 

Süß- und Sauerkirschen sind auf Befall durch die schwarze Kirschenlaus zu

kontrollieren. Bei Befall können diese mit einem Kali-Seifen-Präparat zu bekämpft

werden. Der Befall durch die schwarze Kirschenlaus verschmutzt einmal die Früchte

und führt weiter zu Blattverkräuselungen, besonders bei Kurztrieben.

Etwa die gleichen Symptome verursacht der Befall durch die Johannisbeertrieblaus

an den Johannisbeeren. Beim Feststellen der ersten Läuse auf der Unterseite der

Blätter können diese auch mit einem Kali-Seifen-Präparat bekämpft werden. Stark im

Kommen ist der Befall mit der Maulbeerschildlaus. Diese lassen sich nur mechanisch

(Bürste) entfernt werden (näheres siehe auch auf der Seite des LTZ Augustenberg).

Und dann achtet man noch auf den Stachelbeermehltau bei den Stachelbeeren.

Durch mehrmaliges Entfernen der betroffenen Triebspitzen und Einsatz von

Pflanzenstärkungsmittel kann man die Krankheit eindämmen. Voraussetzung ist der

Anbau toleranter Sorten. Wichtig ist auch der richtige Schnitt, d.h., die Sträucher

sollten einen lockeren Aufbau haben, damit sie schnelle abtrocknen können. Bewährt

hat sich hier auch die 3-Ast-Erziehung am Draht.

Beerensträucher sollten immer eine Mulchschicht haben. Am besten nimmt man

Stroh. Ab dem 2. Standjahr kann auch Rindenmulch eingesetzt werden.

 

Mitte April können Tafeltrauben gepflanzt werden.

 

Gemüsebeet

 

Im Freiland geben die Bodentemperaturen den Startbeginn um Pflanzen zum

Keimen zu bringen, bzw. auch zum anwachsen. Die dazu notwendigen Wetterdaten

findet man unter: www.agrarwetter.net

 

Anfang April kann man Möhren für eine Ernte ab Mitte/Ende Juni säen und mit Vlies

abdecken. Die Samen beginnen bereits bei 2-3 o C zu keimen.

Ebenso können Blumenkohl- und Brokkolisetzlinge gepflanzt werden. Diese sind

natürlich noch mit einem Vlies abzudecken. Spätestens nach den Eisheiligen tauscht

man das Vlies mit einem Gemüsefliegennetz aus.

Bei den vorgesehenen Beeten für Tomaten und Stangenbohnen kann man die Mitte

mit einer Reihe Salat, Kohlrabi, Radieschen oder Rettich bepflanzen.

Um bei Wurzelgemüse eine optimale Rübenbildung zu erhalten, bietet sich hier eine

Dammpflanzung an.

Beete, welche erst Ende Mai, bzw. Mitte Juni benötigt werden können noch mit einer

Grünsaat wie Phacelia oder Sommergetreidearten eingesät werden.

 

Ziergarten

 

Nach Abtrocknen der Rasenfläche kann dieser vertikutiert werden. Entfernt werden

Moos und filzige Pflanzenreste. Weiter wird der Boden an der Oberfläche leicht

gelockert, wodurch Wasser und Nährstoffe besser an die Wurzeln gelangen und

dadurch der Rasen besser ernährt wird.

 

Jetzt ist auch Zeit, sommer- und herbstblühende Stauden zu verpflanzen. Diese

können nach dem Ausgraben geteilt und neu gepflanzt werden.

Ebenso kann man sommerblühende Knollen- und Zwiebelgewächse wie Gladiolen

und Dahlien pflanzen. Für eine frühe Blüte können diese „vorgetrieben“ werden, d.h.

man pflanzt sie in Töpfe und stellt sie in einem mäßig temperierten Raum auf. Sobald

die jungen Triebe sprießen sollten sie an einen geschützten sonnigen Platz gebracht

werden.

 

Die überwinterten Balkon- und Kübelpflanzen werden an einem geschützten Platz im

Freien aufgestellt. Sie sind vor starken Nachtfrösten zu schützen und sollten nicht

der direkten Mittagssonne ausgesetzt sein.

 

Lothar Herb