Obstgarten
Jetzt ist noch Zeit, Pfirsiche, Nektarinen und Aprikosen zu schneiden (siehe hierzu
näheres im Bereich Info auf unserer Seite). Neuerdings geht die Fachmeinung beim
Schnitt der Aprikosen dazu über, diese erst nach der Ernte zu schneiden.
Bei Pfirsich und vor allem bei der Aprikose ist die Spindelerziehung die optimalste
Anbauform.
Die über Wintermonate freigehaltene Baumscheibe ist von Wasser- und
Nahrungskonkurrenten freizuhalten. Dies geschieht einmal durch Hacken oder durch
Abdeckung mit einer organischen Mulchschicht, gleichzeitig auch ein
Langzeitdünger. Als weitere Mulchschicht kann fast jegliches Material verwandt
werden, selbst Kieselsteine. Bei Bedeckung mit Hackschnitzeln ist an zusätzliche
Gabe von Stickstoff zu denken.
Nach Blühbeginn der Erdbeeren ist die Stroheinlage einzubringen. Hierdurch
verhindere man das Verschmutzen der Früchte und mindert den Befallsdruck durch
Fruchtfäule.
Weiter ist auf den Kleinen Frostspanner zu achten. Wo im Herbst keine Leimringe
am Baum angebracht wurden, kann man bei Befall von Kernobst mit einem Bacillus-
thuringienis-Präparat arbeiten. Bei Steinobst (vor der Blüte) kann das biologische
Mittel Neem (wird aus dem Samen des Neem-Baumes aus Indien gewonnen und ist
ein natürliches Insektizid) angewandt werden.
Süß- und Sauerkirschen sind auf Befall durch die schwarze Kirschenlaus zu
kontrollieren. Bei Befall können diese mit einem Kali-Seifen-Präparat zu bekämpft
werden. Der Befall durch die schwarze Kirschenlaus verschmutzt einmal die Früchte
und führt weiter zu Blattverkräuselungen, besonders bei Kurztrieben.
Etwa die gleichen Symptome verursacht der Befall durch die Johannisbeertrieblaus
an den Johannisbeeren. Beim Feststellen der ersten Läuse auf der Unterseite der
Blätter können diese auch mit einem Kali-Seifen-Präparat bekämpft werden. Stark im
Kommen ist der Befall mit der Maulbeerschildlaus. Diese lassen sich nur mechanisch
(Bürste) entfernt werden (näheres siehe auch auf der Seite des LTZ Augustenberg).
Und dann achtet man noch auf den Stachelbeermehltau bei den Stachelbeeren.
Durch mehrmaliges Entfernen der betroffenen Triebspitzen und Einsatz von
Pflanzenstärkungsmittel kann man die Krankheit eindämmen. Voraussetzung ist der
Anbau toleranter Sorten. Wichtig ist auch der richtige Schnitt, d.h., die Sträucher
sollten einen lockeren Aufbau haben, damit sie schnelle abtrocknen können. Bewährt
hat sich hier auch die 3-Ast-Erziehung am Draht.
Beerensträucher sollten immer eine Mulchschicht haben. Am besten nimmt man
Stroh. Ab dem 2. Standjahr kann auch Rindenmulch eingesetzt werden.
Mitte April können Tafeltrauben gepflanzt werden.
Gemüsebeet
Im Freiland geben die Bodentemperaturen den Startbeginn um Pflanzen zum
Keimen zu bringen, bzw. auch zum anwachsen. Die dazu notwendigen Wetterdaten
findet man unter: www.agrarwetter.net
Anfang April kann man Möhren für eine Ernte ab Mitte/Ende Juni säen und mit Vlies
abdecken. Die Samen beginnen bereits bei 2-3 o C zu keimen.
Ebenso können Blumenkohl- und Brokkolisetzlinge gepflanzt werden. Diese sind
natürlich noch mit einem Vlies abzudecken. Spätestens nach den Eisheiligen tauscht
man das Vlies mit einem Gemüsefliegennetz aus.
Bei den vorgesehenen Beeten für Tomaten und Stangenbohnen kann man die Mitte
mit einer Reihe Salat, Kohlrabi, Radieschen oder Rettich bepflanzen.
Um bei Wurzelgemüse eine optimale Rübenbildung zu erhalten, bietet sich hier eine
Dammpflanzung an.
Beete, welche erst Ende Mai, bzw. Mitte Juni benötigt werden können noch mit einer
Grünsaat wie Phacelia oder Sommergetreidearten eingesät werden.
Ziergarten
Nach Abtrocknen der Rasenfläche kann dieser vertikutiert werden. Entfernt werden
Moos und filzige Pflanzenreste. Weiter wird der Boden an der Oberfläche leicht
gelockert, wodurch Wasser und Nährstoffe besser an die Wurzeln gelangen und
dadurch der Rasen besser ernährt wird.
Jetzt ist auch Zeit, sommer- und herbstblühende Stauden zu verpflanzen. Diese
können nach dem Ausgraben geteilt und neu gepflanzt werden.
Ebenso kann man sommerblühende Knollen- und Zwiebelgewächse wie Gladiolen
und Dahlien pflanzen. Für eine frühe Blüte können diese „vorgetrieben“ werden, d.h.
man pflanzt sie in Töpfe und stellt sie in einem mäßig temperierten Raum auf. Sobald
die jungen Triebe sprießen sollten sie an einen geschützten sonnigen Platz gebracht
werden.
Die überwinterten Balkon- und Kübelpflanzen werden an einem geschützten Platz im
Freien aufgestellt. Sie sind vor starken Nachtfrösten zu schützen und sollten nicht
der direkten Mittagssonne ausgesetzt sein.
Lothar Herb