Arbeitsplaner für den Monat April

Steinobst steht in voller Blüte, beim Kernobst blühen die Birnen, es fehlt nur noch die Apfelblüte. Der Frühling ist da!

 

Was fehlt, ist der Regen. Das letzte Jahr war schon trocken. In den Monaten Oktober 2018 bis März 2019 fielen an meinem Standort in Wyhl gerade mal 165 Liter, d.h. die winterfeuchte fehlt. Man wird sehen, wie sich die Pflanzen 2019 entwickeln.

 

Obstgarten

 

Jetzt ist noch Zeit, Pfirsiche, Nektarinen und Aprikosen zu schneiden (siehe hierzu näheres im Bereich Info auf unserer Seite).

 

Bei Pfirsich und vor allem bei der Aprikose ist die Spindelerziehung die optimale Anbauform.

 

Die über Wintermonate freigehaltene Baumscheibe ist von Wasser- und Nahrungskonkurrenten freizuhalten. Dies geschieht einmal durch Hacken oder durch Abdeckung mit einer organischen Mulchschicht, gleichzeitig auch ein Langzeitdünger. Als weitere Mulchschicht kann fast jegliches Material verwandt werden, selbst Steine.

 

Nach Blühbeginn der Erdbeeren ist die Stroheinlage einzubringen. Hierdurch verhindere man das Verschmutzen der Früchte und mindert den Befallsdruck durch Fruchtfäule.

 

Weiter ist auf den Kleinen Frostspanner zu achten. Wo im Herbst keine Leimringe am Baum angebracht wurden, kann man bei Befall von Kernobst mit einem Bacillus-thuringienis-Präparat arbeiten. Bei Steinobst (vor der Blüte) kann das biologische Mittel Neem (wird aus dem Samen des Neem-Baumes aus Indien gewonnen und ist ein natürliches Insektizid) angewandt werden.

 

Süß- und Sauerkirschen sind auf Befall durch die schwarze Kirschenlaus zu kontrollieren. Bei Befall können diese mit einem Kali-Seifen-Präparat zu bekämpft werden. Der Befall durch die schwarze Kirschenlaus verschmutzt einmal die Früchte und führt weiter zu Blattverkräuselungen, besonders bei Kurztrieben.

 

Etwa die gleichen Symptome verursacht der Befall durch die Johannisbeertrieblaus an den Johannisbeeren. Beim Feststellen der ersten Läuse auf der Unterseite der Blätter können diese auch mit einem Kali-Seifen-Präparat bekämpft werden.

 

Und dann achtet man noch auf den Stachelbeermehltau bei den Stachelbeeren. Durch mehrmaliges Entfernen der betroffenen Triebspitzen und Einsatz von Pflanzenstärkungsmittel kann man die Krankheit eindämmen. Voraussetzung ist der Anbau toleranter Sorten. Wichtig ist auch der richtige Schnitt, d.h., die Sträucher sollten einen lockeren Aufbau haben, damit sie schnelle abtrocknen können. Bewährt hat sich hier auch die 3-Ast-Erziehung am Draht.

 

Beerensträucher sollten immer eine Mulchschicht haben. Am besten nimmt man Stroh. Ab dem 2. Standjahr kann auch Rindenmulch eingesetzt werden.

 

Mitte April können Tafeltrauben gepflanzt werden.

 

Gemüsebeet

 

Im Freiland geben die Bodentemperaturen den Startbeginn um Pflanzen zum Keimen zu bringen, bzw. auch zum anwachsen. Die dazu notwendigen Wetterdaten findet man unter: www.agrarwetter.net

 

Anfang April kann man Möhren für eine Ernte ab Mitte/Ende Juni säen und mit Vlies abdecken. Die Samen beginnen bereits bei 2-3o C zu keimen.

 

Ebenso können Blumenkohl- und Brokkolisetzlinge gepflanzt werden. Diese sind natürlich noch mit einem Vlies abzudecken. Spätestens nach den Eisheiligen tauscht man das Vlies mit einem Gemüsefliegennetz aus.

 

Bei den vorgesehenen Beeten für Tomaten und Stangenbohnen kann man die Mitte mit einer Reihe Salat, Kohlrabi, Radieschen oder Rettich bepflanzen.

 

Um bei Wurzelgemüse eine optimale Rübenbildung zu erhalten, bietet sich hier eine Dammpflanzung an.

Beete, welche erst Ende Mai, bzw. Mitte Juni benötigt werden können noch mit einer Grünsaat wie Phacelia oder Sommergetreidearten eingesät werden.

 

Ziergarten

 

Nach Abtrocknen der Rasenfläche kann dieser vertikutiert werden. Entfernt werden Moos und filzige Pflanzenreste. Weiter wird der Boden an der Oberfläche leicht gelockert, wodurch Wasser und Nährstoffe besser an die Wurzeln gelangen und dadurch der Rasen besser ernährt wird.

 

Jetzt ist auch Zeit, sommer- und herbstblühende Stauden zu verpflanzen. Diese können nach dem Ausgraben geteilt und neu gepflanzt werden.

 

Ebenso kann man sommerblühende Knollen- und Zwiebelgewächse wie Gladiolen und Dahlien pflanzen. Für eine frühe Blüte können diese „vorgetrieben“ werden, d.h. man pflanzt sie in Töpfe und stellt sie in einem mäßig temperierten Raum auf. Sobald die jungen Triebe sprießen sollten sie an einen geschützten sonnigen Platz gebracht werden.

 

Die überwinterten Balkon- und Kübelpflanzen werden an einem geschützten Platz im Freien aufgestellt. Sie sind vor starken Nachtfrösten zu schützen und sollten nicht der direkten Mittagssonne ausgesetzt sein.

 

Autor: Lothar Herb