Arbeitsplaner für den Monat März

 

Obstgarten

 

Derzeit sind die Schnittmaßnahmen bei Obstbäumen und Beerensträuchern noch voll im Gange. Und die Aprikosen blühen!

 

Bei den früh treibenden Beerensträuchern sollten diese jetzt beendet sein. Einzige Ausnahmen des Winterschnitts bei Obstbäumen sind Süßkirsche (am besten nach der Ernte), Pfirsiche, Nektarinen und Aprikosen. 

 

Pfirsiche sowie die Sauerkirsche „Schattenmorelle“ fruchten am einjährigen Trieb und werden deshalb ähnlich geschnitten. Früher erfolgte der Aufbau ausschließlich als Hohlkrone (ohne Mitteltrieb) mit 4 Gerüstästen. Hierdurch gelangt Licht in das Kroneninnere. Durch den Schnitt werden ältere Triebe ausgewechselt, so dass immer genügend einjährige Triebe im Baum sind.  

 

Überzählige Triebe und schwach wachsende Triebe werden beim Pfirsich auf ca. 3-5 cm lange Zapfen, bei der Schattenmorelle auf kleinere Zapfen zurückgeschnitten. An den Zapfen bilden sich dann neue Triebe.

 

Beim Schnitt des Pfirsichbaumes ist darauf zu achten, dass immer auf ein Holzauge geschnitten wird. Aus diesem Grund schneidet man den Pfirsich während der Blüte. Hier kann man das Holzauge besser erkennen.

 

Bei Pfirsich und vor allem bei der Aprikose ist die Spindelerziehung die optimalste Anbauform.

 

Starkwachsende Apfelsorten schneidet man am besten in der in der Vegetationsphase. Durch diesen späten Schnitt kann der Baum in seinem Wachstum „beruhigt“ werden.

 

An jungen kahlen Stämmen/Ästen kann die Verzweigung durch Kerben gefördert werden. Dies sollte kurz vor dem Austrieb (Knospenschwellen) erfolgen.

 

Über die Winterszeit ist die Baumscheibe, bzw. der Boden um die Strauchbeeren frei zu halten, damit Mäuse keinen Unterschlupf finden. Mit Beginn der Vegetation kann die Baum- oder Strauchscheibe bedeckt werden. Gerade die Strauchbeeren als Flachwurzler lieben eine Bodenbedeckung. Hierdurch entfällt das Freihalten der Strauchscheibe von Bei-(Un-)kräutern. Als Mulchmaterial eignen sich reifer Kompost, Stroh, Trester und bei 3-jährigen und älteren Anlagen auch Rindenmulch. Durch die Bodenabdeckung wird auch der Verdunstungseffekt gemildert.

 

Neue Nisthilfen können jetzt noch aufgehängt werden. Die Reinigung der alten Nisthilfen sollte abgeschlossen sein.

 

 

Gemüsebeet

 

Zur vorbeugenden Unkrautbekämpfung kann Kalkstickstoff ausgebracht und flach eingearbeitet werden.

 

Anfang des Monates kann im Frühbeet oder im ungeheizten Kleingewächshaus bereits gesät und gepflanzt werden, vorwiegend Salate, Radieschen und Rettichen.

 

Ab Mitte März kann mit der Aussaat von Spinat für den Frischverzehr begonnen werden. Letzte Aussaat: Mitte Mai, da durch die Langtage bei späterer Aussaat diese zur vorzeitigen Blütenbildung neigen. Mit den weiteren Aussaaten dann ab Mitte August beginnen.

 

Normalerweise beginnt die Anbausaison im Freiland erst Anfang bis Mitte April. Durch eine Abdeckung mit Vlies kann man aber je nach Standort 2 bis 4 Wochen vorher begonnen werden.

 

In vielen Haushalten werden organische Abfälle kompostiert. Nach einjährigem Reifeprozess ist der Kompost so weit verrottet, dass ein Dauerhumus entstanden ist.

 

Von diesem Kompost bringt man zwischen 2 und 6 l pro m2 aus. Der vorhandene Stickstoff ist zum größten Teil organisch gebunden und steht der Kultur nur in geringen Mengen zur Verfügung, so dass je nach Gemüseart eine bedarfsgerechte Zusatzdüngung vorzunehmen ist.

 

Bei der eigenen Anzucht von Kohlpflanzen (Blumenkohl, Brokkoli und Kohlrabi) sollte die Keimtemperatur immer zwischen 20 /22 o C liegen. Liegt die Temperatur unter

 

16 o C kann es zu Störungen bei der Ausbildung der Keimblätter kommen, und zwar zur Herzlosigkeit. Somit werden keine weiteren Blätter mehr gebildet.

 

Ziergarten

 

Die verbliebenen Reste von Stauden entfernen und kompostieren. Ebenso erfrorene Teile von Gehölzen wegschneiden.

 

Einjährige Schling- und Kletterpflanzen (Glockenrebe, Prunkwinde, Wicke, etc.) können jetzt in größeren Töpfen ausgesät und bei 18 bis 20 o C zum Keimen gebracht werden.

 

Kübelpflanzen können langsam aus dem Winterquartier herausgeholt und an einen hellen, sonnigen Platz aufgestellt werden. Die Schnittmaßnahmen sollten anfangs März erledigt sein.

 

Normalerweise sollte man vor Ende März die Rosen nicht schneiden. Den besten Schnittzeitpunkt zeigen uns die Rosen selbst an. Dieser Zeitpunkt ist das Anschwellen und leichte Verfärben der Knospen im unteren Bereich.

 

Man darf sich da von den teilweise kräftigen Austrieben im oberen Bereich nicht täuschen lassen.

 

 

 

 

Lothar Herb