Arbeitsplaner für den Monat Mai

Obstgarten

 

Zum Monatswechsel März/April kam es zu Nachfrösten. Teilweise gab es im Steinobst Totalausfall. Hier werden vermehrt Sommerarbeiten anstehen. Weiter herrscht immer noch Trockenheit vor. Der April war praktisch ohne Niederschläge. Von Oktober bis Ende April gab es bei uns gerade rund 250 Liter an Regen.  

 

Jetzt müssen die Baumscheiben, bzw. Pflanzstreifen unkrautfrei gehalten werden, da diese mit den Kulturpflanzen um Wasser und Nährstoffe konkurrieren. Besonders gilt dies für starkzehrende Pflanzen wie den Löwenzahn. Dies geschieht durch Hacken oder durch Abdecken mit einer Mulchschicht aus organischem Material (am besten Stroh oder angewelkter Rasenschnitt). Flachwurzelnde Beerensträucher sollten nicht gehackt werden (Verletzung der Wurzeln).

 

Zu Monatsanfang kann noch mit Kalium oder Magnesium, wo noch nicht geschehen, gedüngt werden. Ab Mitte Mai sind Düngungen mit Stickstoff unnötig.

 

Nach der Apfelblüte ist bei empfindlichen Sorten auf Befall durch Mehltau zu achten. Die befallenen Teile sind herauszuschneiden und können als Mulch- oder Kompostmaterial benutzt werden. Durch Reduzieren der Blüten beugt man der Alternanz vor.

 

Ebenso können im Steinobstbereich (Aprikose, Pfirsich und Kirsche) Infektionen von Blüten- und Zweigmonilia durch Schnittmaßnahmen reduziert werden. Allerdings ist hier das Schnittgut zu verbrennen.

 

Kirschen auf schwarze Kirschenlaus beobachten und bei ersten Anzeichen mit den zugelassenen Mitteln im Hobbybereich (z/B Neudosan, Neem) frühzeitig beginnen.

 

Man kann jetzt schon mit dem Ausdünnen überzähliger Früchte beginnen und ungünstige Neutriebe ausreißen.

 

Derzeit kann es zu Mehltauinfektionen bei Strauchbeerenobst kommen. Befallene Teile so früh wie möglich wegschneiden. Überzählige neue Bodentriebe sind zu entfernen.

 

Bis spätestens Ende Mai sind die Leimringe (im vergangenen Herbst angebracht) zu entfernen. Sie haben ihre Aufgabe zur vorbeugenden Frostspannerbekämpfung erfüllt. Ansonsten werden Nützlinge, welche wieder die Bäume besiedeln, gefangen.

 

Sollte trotzdem ein starker Befall durch die Raupen des Kleinen Frostspanners, oder auch anderen Spanner- und Eulenarten vorliegen, kann ein Bacillus thuringiensis-Präparat eingesetzt werden.

 

Durch das Aufhängen von Tonblumentöpfen, gefüllt mit Heu, Stroh oder Holzwolle (Öffnung nach unten) lassen sich Ohrwürmer ansiedeln. Diese vertilgen bis zu 120 Blattläuse pro Nacht.

 

Bei Kirschen, Mandeln und Aprikosen auf dürre Äste achten. Monilia! Dürre Äste jetzt herausschneiden. So mindert man den zukünftigen Druck (Jahr drauf) von Blüten- und Zweigmonilia.

 

Sobald sich die die Rinde löst, können Obstbäume mittels Rindenpfropfen veredelt werden.

 

Gemüsebeet

 

Wärmeliebendes Gemüse wie Auberginen, Paprika, Tomaten und Zucchini pflanzt man am besten nach den Eisheiligen. Allerdings sollten die Jungpflanzen schon etwas abgehärtet sein. Das Pflanzloch für die Tomate größer ausheben, mit klein geschnittenen Brennnesseln und Humus auffüllen und darauf die Tomaten setzen.

 

Allgemein bei der Pflanzung an Düngung denken. Hier kann man entweder einen Volldünger oder organischen Dünger nehmen. Den Volldünger gibt man in ca. 3 Raten den Pflanzen. Vorteil des mineralischen Düngers, er steht der Pflanze sofort zur Verfügung.

 

Nimmt man organischen Dünger muss dieser durch Mikroorganismen im Boden erst in wasserlösliche Verbindungen umgewandelt werden, damit sie von den Wurzeln der Pflanze aufgenommen werden können.

 

Noch ein Wort zur Düngung. Beim Einsatz von organischem Dünger, z/B Mist sollte man den Garten „Dritteln“, d.h. jedes Jahr nur auf einem Drittel der Fläche diesen Stallmist ausbringen. Der frisch gedüngte Teil wird mit Sorten wie Blumenkohl, Brokkoli, Mangold, Paprika, Schnittlauch etc. angebaut.  Der Gartenteil, welcher im Vorjahr gedüngt wurde, wird z/B mit Grünkohl, Petersilie, Salaten, etc bepflanzt. Die Stallmistunverträglichen Sä- und Wurzelgemüse kommen dann auf das letzte Drittel, (Düngung vor 2 Jahren). Dies sind z/B Radieschen, Rettich, Kresse, Möhre, Bohne, Zwiebel, etc.

 

Der Einsatz von Kulturschutznetzen verhindert den Befall von Schädlingen bei Kohlarten, Radieschen und Rettich.

 

Regelmäßig sollten die Böden zwischen Saatreihen gelockert werden. Hierbei kann man dann auch die aufgegangenen Keimlinge auf den richtigen Endstand vereinzeln.

 

Ziergarten

 

 

Jetzt sind Frühjahrsblüher, typischer Vertreter ist die Forsythie, nach der Blüte zu schneiden.

 

Nach der Fliederblüte sind die abgetragenen Blüten zu entfernen. Dabei kann man gleich einen Verjüngungsschnitt durchführen.

 

Schnell keimende und rasch wachsende Sommerblumen können Anfang Mai direkt in das Beet gesät werden.

 

Die Kübelpflanzen werden ausgelichtet und können auch zurückgeschnitten werden.

 

Damit sich Balkonpflanzen optimal entwickeln können brauchen die Wurzeln genügend Erde. Aus diesem Grunde sollten die Pflanzkästen eine Breite von 15 cm –

 

20 cm haben.

 

 

Lothar Herb