Informationen über Sommerschnitt an Kirschen und Beeren

Wie jeden Monat können sich auch im August alle, die sich für Obst und Beeren interessieren, Rat und Hilfe von erfahrenen Fachleuten holen. Der Kreisverband Obstbau, Garten und Landschaft Emmendingen e.V. (KOGL) informiert am Freitag, den 3. August von 17.00 bis 19.00 Uhr in seinem Lehrgarten an der Alten Straße in Kenzingen in Theorie und Praxis hauptsächlich über den Schnitt von Kirschbäumen und Strauchbeeren im Sommer. Kirschen sollten am besten gleich nach der Ernte, auf jeden Fall jedoch im belaubten Zustand geschnitten werden. Aber auch andere Bäume und Sträucher brauchen einen Sommerschnitt. Dabei wird auch das für den Schnitt geeignete Werkzeug vorgestellt.

 

Diese Kurse sind weiterhin kostenlos, über einen kleinen freiwilligen Beitrag freut sich der KOGL. Anmeldung ist nicht erforderlich, je nach Teilnehmerzahl werden kleine Gruppen gebildet, die von erfahrenen Fachwarten geführt werden.

 


LOGL-Mitgliederversammlung 2018 in Lahr / Kippenheim

Am 09.06.18 findet in Kippenheimweiler/Lahr die Mitgliederversammlung des LOGL statt. Veranstaltender Verein ist der BV Lahr-Ettenheim. Würde mich über Unterstützung vom KOGL Emmendingen freuen. Arbeitsfelder: Aufbau/Stuhlung am Freitag, den 08.06.18 ab 20.00 Uhr. Samstag, den 09.06.18 restlicher Aufbau und Bewirtung der Delegierten ab 07.30 Uhr. Bewirtung beschränkt sich auf Ausgaben von Tagungsgetränken (Kaffee, Mineralwasser und Apfelschorle) sowie Brezeln und Kuchen. Nach der Veranstaltung, ca. 13.00 Uhr, aufräumen. Bei Interesse bitte per E-Mail: Lothar.Herb@t-online.de oder Tel.: 01726346274 melden.

 


Spalierobst im KOGL-Lehrgarten

Ein Apfelhochstamm benötigt ausgewachsten etwa 100 qm, das passt heute auf kaum noch ein Grundstück. Auf Äpfel oder anderes Obst aus dem Garten möchte man dennoch nicht verzichten. Also sind andere Erziehungsformen für den Apfelbaum nötig. Neben der Erziehung als Spindel bietet sich auch die Erziehung als Spalierobst an. Das Spalier kann platzsparend direkt an der Hauswand errichtet werden. Freistehend kann Spalierobst auch als Sichtschutz dienen.

 

Im KOGL-Lehrgarten soll nun auch die Erziehungsform "Spalierobst" gezeigt werden. Hierzu hat sich eine Gruppe gefunden, die verschiedene Obstarten (Äpfel, Birnen, Pflaumen, Kirschen) als Spalier erzieht. Bis die Erziehungsform wirklich sichtbar ist, dauert es noch ein wenig, aber der Anfang ist gemacht.

 

Zum Einstimmen in das Thema hier etwas zum Lesen

 

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Mehr Infos hier im geschützten Bereich.

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Gut besuchte Mitgliederversammlung am 19.3.2018

Sehr gut besucht war die diesjährige Mitgliederversammlung des Kreisverbandes Obstbau Garten und Landschaft am Montag, 19. April im „Lamm“ in Bahlingen ein. Vorsitzender Lothar Herb ließ das Jahr 2017 in seinem Bericht Revue passieren:

 

Viel Engagement steckte in den Vorbereitungen für die Landesgartenschau in Lahr 2018. Hier gestaltet KOGL zusammen mit dem Bezirksverband Lahr-Ettenheim und Landfrauen unter der Federführung von Dip.Ing. Hansjörg Haas von der Beratungsstelle für Obst- und Gartenbau Landkreis Ortenau einen Selbstversorgergarten für 4 Personen. Ein zweites Thema sind hitzeverträgliche und trockenresistente Stauden. Abgesehen von der Zeit für Planung und Vorbereitungen engagierten bei 12 Arbeitseinsätzen jeweils 8-25 Personen.

 

„Regina“ (Kirsche) setzte den Start für die Obstbaumpflanzungen am 1. April 2017. Drei Wochen später wurden 495 Stauden gesetzt. So bot der Garten auch schon letzten Sommer trotz der mühsamen Wasserversorgung ein buntes Bild und gab einen Vorgeschmack auf die zu erwartende Blütenpracht 2018. Herb dankte allen Helfern.

 

Regen Zulauf fanden auch im vergangenen Jahr wieder die Informationsveranstaltungen im Lehrgarten Kenzingen, wo sich alle Interessierten im Winter am ersten Samstag im Monat über Obstschnitt- und pflegearbeiten informieren können – ohne Anmeldung und ohne Gebühr; viele Gäste verweilen anschließend gerne bei Kaffee und Kuchen zum Fachsimpeln.

 

Auch in dem vergangenen Vereinsjahr war ein Mitgliederzuwachs zu verzeichnen, was Lothar Herb u.a. auf die Fachwartkurse und die monatlichen Informationsveranstaltungen zurückführte. Angesichts des allgemeinen gesellschaftlichen Trends, sich eher weniger in Vereinsmitgliedschaften zu binden, eine sehr erfreuliche Botschaft.

 

Schriftführer Hansjörg Knittel berichtete über 7 Vorstandstreffen, in denen u.a. die Mitgestaltung der Landesgartenschau, die Vorbereitung der monatlichen Lehrgartenveranstaltungen, die Vorbereitung des 8. Fachwartkurses und die Konzeption Streuobst Thema war.

 

Frauenpower in der früheren Männerdomäne: „Jung, dynamisch, weiblich“ fasst Fachwartobmann Manfred Ruf den 8. Fachwartkurs zusammen, an dem 20 Frauen und 17 Männer teilnahmen. „Der Trend setzt sich fort“, zieht Ruf die Bilanz über die Zusammensetzung der letzten Fachwartkurse; bemerkenswert, galt doch die Obstbaumpflege bis vor kurzem als typische Männerdomäne.

 

Schatzmeister Rolf Bock wies eine von den Kassenprüfern Angela Rosset und Otto König bestätigte solide Buchführung aus. „Die Zahlen sehen wunderbar aus“, so Bock, „ein normales gutes Jahr“. Durch Spenden, Mitgliedsbeitrage und Fördergelder schrieb man schwarze Zahlen. Bock zeigte auf, dass ein großer Teil der Ausgaben in die die Fachzeitschrift „Obst und Garten“ fließt.

 

Einstimmig und mit vollem Respekt und Dank für die geleistete Arbeit wurde der gesamte Vorstand entlastet, verbunden mit der Bitte auch in diesem Jahr „den Job doch in gewohnter bewährter Weise weiter zu führen.“

 

Vorsitzender Lothar Herb gab anschließenden einen Ausblick auf die Aktivitäten des laufenden Vereinsjahres:

 

Die „Fachwartzöglinge“ werden an 30 neu zu pflanzenden Ziersträuchern fachgerechtes Schneiden erlernen. Außerdem will der Verein Lehrtafeln zum Thema Spalierobst mit QR-Code entwickeln.

 

Der Mitgliederausflug wird im Juni ins benachbarte Elsass nach Marlenheim und Saverne führen.

 

Im September erfolgt die Eröffnung eines „ CompetenzCentrum für Obst und Garten“ (CCOG) mit der Kooperation von Lehrgarten Kenzingen und dem Landwirtschaftliches Bildungszentrum Hochburg.

 

Es ist gute Tradition, die Mitgliederversammlung mit einem Fachvortrag zu bereichern: Obstbauberaterin Eva Rentschler gab Rat wie Mistelelbefall am Apfelhochstamm gegengesteuert werden kann und empfahl schon bei den ersten Anzeichen einen Rückschnitt ins gesunde Holz. Misteln legen ihre Wurzeln in den Ast legen. Schneidet man die Mistel ab und entfernt nicht die Wurzeln, können sie sich ungehindert ausbreiten.

 

„Streuobstwiese - Man muss das ganze Wort sehen, Streuobst und Wiese“ meint Grünlandberater Martin Grässlin zum Thema „Bewirtschaftung und Unterbewuchs“. Während in früheren Zeiten zwischen den Hochstammreihen landwirtschaftlich als Gemüsestreifen oder für Beerenobst genutzt wurde, „wird heute der Unterwuchs zur Last“, so Grässlin und gibt Empfehlungen zum Umgang mit dem Grünschnitt.

 

Wildschäden auf der Streuobstwiese war das Thema von Kurt Haas, insbesondere Schäden durch Wildschweine. Das reichliche Nahrungsangebot (Maisäcker, Vollmast der Eichen und Buchen) und warmen Wintern der letzten Jahre führten zu einer rasanten Vermehrung. Haas informierte über die Möglichkeit Wildschadensausgleich zu beantragen. Allerdings ist auf Obstwiesen das Entfernen des Mähguts und Fallobstes erforderlich.

 

Humorvolle Randnotiz: Haas stellte abschließend vor, wie man Wildschwein und Obst gemeinsam als schmackhaftes Menü serviert.

 

Nach Ende des offiziellen Programmes nutzen viele Mitglieder und Gäste die Gelegenheit für einen gemütlichen „Schwatz“ in netter Runde.