Ein Garten macht immer Arbeit, auch jetzt zu Beginn der fünften Jahreszeit, der Fasnet. Da tauscht man schnell die Gartenschere mit dem Häs. Aber man kann beides verbinden, das Feiern und die Gartenarbeit. Gerade nach einer anstrengenden Nacht bietet das Arbeiten in frischer klarer Luft den optimalsten Erholungseffekt.
Und schon sind wir wieder beim Schneiden der Obstbäume und Beerensträucher. Die derzeitigen tiefen Temperaturen sind nicht gerade förderlich für den Obstbaumschnitt. Nach Schulmeinung sollte ab -8 Grad Celsius nicht mehr geschnitten werden. Dies könnte, gerade bei jüngeren Pflanzen, zu Schäden führen.
Hier nochmals zum Erziehungsschnitt: Anschnitt des Mitteltriebes und der 3 Seitenäste (Gerüstäste) bis zum Erreichen der geplanten Größe der Pflanze.
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Auf dem Foto kann man den Mitteltrieb und die 3 Gerüst/Seitenäste gut erkennen. Nur diese werden in der Erziehungsphase weiter angeschnitten. Der Rest bleibt stehen oder wird an der Basis entfernt (alles was größer wie 1/3 der Basis ist oder steil wächst wird entfernt). Ziel ist es, den Baum in die Ertragsphase zu bringen. Diese gilt es so schnell wie möglich zu erreichen und so lange wie möglich auszunutzen. Eine Formierung des Baumes findet hier nicht mehr statt. Ziel war und ist es, den pyramidalen Kronenaufbau zu erhalten.Jetzt wird entweder der Zweig/Ast stehen gelassen oder ganz entfernt. Wichtiger Grundsatz: Möglichst wenige große Schnitteingrifffe wie viele kleine. |
Wichtig ist hierbei für ausreichende Licht- und Luftzufuhr zu sorgen. Licht/Sonne als Lebenselexier der Pflanze (Photosynthese) und Wind zum schnellen Abtrocknen und somit ein indirektes Mittel für den Pflanzenschutz (Pilzsporen bei Feuchtigkeit!).
Vielfach sieht man völlig überbaute Bäume, d.h. diese bilden ein bogen- bis halbkreisförmiges dichtes grünes Dach, durch die kein Sonnenstrahl eindringen kann. Hier fehlen regelrechte Lichtschächte, damit diese Sonnenstrahlen auch in das Innere der Bäume gelangen.
Sehr wichtig ist das Entfernen der Fruchtmumien in den Bäumen und Sträuchern. Am besten ist es, diese über den Hausmüll zu entsorgen. Somit werden Neuinfektionen verhindert, bzw. minimiert. Dies ist auch eine Pflanzenschutzmaßnahme.
Im Februar kann es zu starken Temperaturschwankungen kommen. Hierdurch können Baumstäme aufreißen, Sonnenseite(Plus-Temperaturen), Nordseite (Minus-Temperaturen). Ein Weißanstrich auf der Sonenseite sorgt für geringere Temperaturunterschiede am Stamm.
Beim Pfirsich kommt es immer wieder zu Kräuselkrankheiten der Blätter. Die derzeitigen Temperaturen haben bisher eine Infektion verhindert. Mit Beginn des Knospenschwellens (Temperaturen über 10 o C) sollten Pflanzenschutzmittel angewandt werden (hier die Hinweise des Pflanzenschutzdienstes beachten).weiter mit Gemüsebeet und Ziergarten auf den nächsten Seite