Zu diesem jährlich wiederkehrenden Ereignis Ende September stellte neben den Jägern des Landkreises der KOGL die größte Gruppe. Der Schwerpunkt lag in diesem Jahr in der Offenhaltung der Landschaft. Daran mangelt es in der weitläufigen Gemarkung des Simonswäldertales nicht. Wegen fehlender Beweidung verbuschen viele Weidberge und gehen schließlich in Wald über. Die Verwaltung bemüht sich ständig, mit den Landwirten Pflegeverträge abzuschließen, damit die freie Landschaft bewirtschaftet und erhalten wird, das Kuhmaul ist ein guter und kostengünstiger Landschaftspfleger. Stockenden Besenginsterbeständen , Brombeerdornen und Fichtenaufwuchs muss der Mensch mechanisch zu Leibe rücken, damit war die meisten der Teilnehmer beschäftigt. Zwei der KOGL-Fachwarte hatte es auf den 800 m hoch liegenden Ibichhof verschlagen. Zum Hof, der Ende der 70er-Jahre aufgegeben wurde, gehörten auch einige Obstbäume, die seit mindestens 30 Jahren keinerlei Schnitt mehr erhalten hatten. Interessant war auch der Einblick über die Sorten, hier oben fruchteten im rauen Klima Boskoop, Zwiebelapfel, Kohlenbacher, Speierling und verschiedene Mostbirnen. Außer gelegentlichem Feuerbrand waren kaum wurmige oder schorfige Früchte zu entdecken.
Kurios und selten ist diese Doppelfruchtbildung, ein Stiel und zwei Fruchtkelche, hier bei der Sorte „Kohlenbacher“. Eine Spezialität vom Ibichhof.
Foto: Manfred Ruf