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"AUF ASTRING" - die
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36. Ausgabe
November 2011

Gedanken

Heimisches Obst erfährt bei uns eine große Zustimmung, durch die Einführung des „Schulobstes“ wird es auch bei den zukünftigen Kunden –unseren Kindern- bekannt gemacht. Nun wissen wir, dass der Klimawandel uns in den letzten Jahren zunehmend den Anbau fremdländische Früchte im eigenen Garten ermöglicht, findige Baumschulen tun ein Übriges, um den Absatz exotischer Gewächse zu fördern. So hat die Baumschule Kiefer aus Ortenberg jetzt die Indianerbanane (Asima triloba) kultiviert und wird sie bald zum Verkauf anbieten. Man kann geteilter Meinung sein über den Anbau von Nashis, Kakis, Aronias, Pepinos und wie sie alle heißen, letztendlich hat es der Verbraucher selber in der Hand ob er exotische Früchte bevorzugt oder doch lieber zu Äpfeln alter Kultursorten greift. Unseren Fachwarten und Fachwartinnen erschließen sich alle Möglichkeiten.

Obstsortenbestimmung

Ulmer Butterbirne Bild: Kreisverband Bamberg
  Kürzlich fand ich auf einem Acker im oberen Glottertal diese Früchte, die ich bei erstem Ansehen für Äpfel hielt. Doch bald wurde mir klar, dass ich es hier mit einer Birne zu tun hatte, die ich zuvor noch nie gesehen hatte. Die Bestimmung ergab, das es sich um die Ulmer Butterbirne –auch Albecker Butterbirne genannt- handelt. Sie ist auch im Farbatlas Alte Obstsorten aus dem Ulmer Verlag beschrieben. Bekannt ist die Sorte seit 1868, dort wurde der erste Baum an der Steige von Ulm nach Albeck entdeckt. Im Ulmer Raum gibt es Baumschulen, welche die Sorte heute noch anbieten. Bei uns wird sie sehr selten vorkommen, wenn überhaupt, dann im Streuobstanbau in Höhenlagen. Charakteristisch ist neben der runden Form die rote Deckfarbe, die wie lackiert glänzt und der lange Stiel,
der den Eindruck erweckt, er sei nachträglich eingesteckt. Auf jeden Fall war meine Freude groß, eine seltene und alte Sorte gefunden zu haben.

Landschaftselement Streuobstwiese
Es gibt im Landkreis Emmendingen noch wenige Dörfer - bevorzugt liegen sie in der Oberrheinniederung - die einen regelrechten „Streuobstgürtel“ aufweisen. Geschlossene, unversehrte Gürtel sind allerdings nirgendwo mehr anzutreffen, aber partiell sind sie durchaus noch vorhanden. Durch Neubaugebiete -Industrie oder Wohnbebauung- in den letzten Jahrzehnten sind die Bestände an den Ortsrändern gerodet oder zumindest stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Vielfach sind die noch vorhandenen Bäume überaltert und in einem schlechten Pflegezustand, aber immer wieder können Neupflanzungen, entweder auf Lücke oder auch ganze Baumreihen registriert werden. Durch die vielfältigen Bildungsangebote im Bereich Fachwarte für Obstbau sowie in der Kleinbrennerei wurde für Interessierte eine Möglichkeit eröffnet, solche Streuobstbestände fachmännisch zu pflegen und das Obst zu verwerten.

Das Online-Lexikon WIKIPEDIA schreibt über Streuobstwiesen:

Die Streuobstwiese, regional auch Obstwiese, Obstgarten, Bitz oder Bongert genannt, ist eine traditionelle Form des Obstbaus, in Unterscheidung zum Niederstamm-Obstbau in Plantagen. Auf Streuobstwiesen stehen hochstämmige Obstbäume meist unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Arten und Sorten. Streuobstwiesen sind meist charakterisiert durch eine Bewirtschaftung ohne Einsatz synthetischer Behandlungsmittel. Traditionell üblich ist die landwirtschaftliche Mehrfachnutzung der Flächen: Sie dienen sowohl der Obsterzeugung („Obernutzung“) als auch – da die Bäume locker stehen – der „Unternutzung“. Diese kann als Grünlandnutzung (Mähwiese zur Heugewinnung) oder direkt als Viehweide erfolgen. Die Imkerei spielt zur Bestäubung eine wichtige Rolle. Eine in Deutschland noch in Franken, Südbaden, Sachsen-Anhalt und dem südlichen Brandenburg verbreitete Sonderform (bis weit ins 20. Jahrhundert in ganz Mitteleuropa weit verbreitet) stellen Streuobstäcker dar. Darüber hinaus gehören auch Obstalleen und Einzelbäume zum Streuobstbau.

Die intensive Form des Obstanbaues ist dagegen die Obstplantage aus niederstämmigen Obstsorten in Monokultur.

Der Streuobstanbau hatte im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine große kulturelle, soziale, landschaftsprägende und ökologische Bedeutung. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft sowie durch das Bau- und Siedlungswesen wurden jedoch Streuobstwiesen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stark dezimiert. Heute gehören sie zu den am stärksten gefährdeten Biotopen Mitteleuropas (siehe auch: Rote Liste der Biotoptypen). Größere, landschaftsprägende Streuobstwiesen finden sich heute noch in Österreich, in Süddeutschland, am Nordhang des Kyffhäusergebirges und in der Schweiz.

... Fortsetzung über Streuobstwiesen und s'Ledschd

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