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"AUF ASTRING" - die
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33. Ausgabe
Mai 2011

Gedanken

„Buschobstbäume sind das neueste auf dem Gebiete der Obstbaumkultur. Die Kultur des Formobstes läuft in den meisten Fällen nur auf eine zeitraubende Spielerei hinaus. Wer bei wenig Arbeit wirklichen Ertrag sehen will der pflanze Buschobst. Zur Anwendung gelangen niedrig auf Zwergunterlage veredelte Äpfel und Birnen, angehende Pyramiden, die in allseitigem Abstand von 3 bis 31/2 m gepflanzt und ein Jahr nach der Pflanzung zurückgeschnitten werden. Nach diesem Schnitt lässt man die Bäume umgehend wachsen, nur im Notfall schneidet man hie und da etwas. Auch Steinobst kann in Buschform gezogen werden. – Vorteile des Buschobstes: Größte Ausnutzung des Bodens, leichte Ernte, früher und größter Ertrag bei wenig Arbeit.“
Diese Sätze habe ich entdeckt in einem alten Buch ( Schatzkästlein des guten Rats, Union Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart-Berlin-Leipzig, 1902 ). Man sieht, dass die Ziele vor über hundert Jahren genau die gleichen waren wie heute, ob es damals in Preußen auch schon beamtete Obstbauberater gegeben hat, kann ich allerdings nicht sagen. Dieses Buch ist sozusagen ein Ratgeber für alle Lebenslagen, vom Hemdenkragenbügeln bis zum Benehmen in feiner Gesellschaft. Das Fachwissen über den Obstbau, das hier vermittelt wird,- wohlgemerkt für den Alltagsgebrauch und nicht für Obstbauern - zeigt sich auch in einem zweiten Absatz:

„Das Verjüngen alter, sonst aber gesunder Bäume (hauptsächlich Apfel- und Birnbäume, letztere leichter als erstere und als Pflaumenbäume, Kirschbäume nicht) kann im Frühjahr durch das sogenannte Abwerfen der Äste bewerkstelligt werden. Sämtliche Hauptäste werden hierbei auf die Hälfte oder ein Drittel ihrer Länge verkürzt, aber mit Beibehaltung der kleinen Seitenzweige, von denen immer einer dicht unter der Wunde stehen sollte und durch  welche das weiterwachsen des Astes gewährleistet wird. Die Wunden sind mit dem Messer glattzuschneiden und mit Baumwachs zu überstreichen. Die bald darauf austreibenden Nebenzweige sind soweit zu entfernen, das nur die zur Neubildung der Krone nötigen stehen bleiben. Das Verjüngen muß mit Vorsicht von sachverständigen Händen ausgeführt werden.“

Landschaftelement Quelle

In Schweighausen (Ortenaukreis) liegt unweit des Hünersedels die Quelle der Schutter, die nach 55 km Lauf bei Kehl in die Kinzig mündet. Die Quelle liegt 680 m ü.NN, hier wurde der Lohbach 1904 durch den Schwarzwaldverein –Sektion Lahr- als „Schutterquelle“ gefasst. Der kleine See wurde erst viel später ausgehoben. Auf ihrem Weg durchfließt die Schutter 19 Gemeinden, darunter die Städte Seelbach und Lahr.



Jahrhundertlang war der Fluss wichtiger Energielieferant und trieb 36 Wasserkraftanlagen wie Mühlen, Hammerschmieden, Elektrizitätswerke und Sägewerke an. In den Gemarkungen Hohberg und Neuried wurden mit dem Wasser der Schutter auch 100 Jahre lang Wiesenwässerung betrieben, diese wurde 1935 aufgegeben. Wie bei vielen Schwarzwaldflüssen kommen immer wieder schlimme Hochwasser vor, zum Schutz der Bevölkerung wurde von 1936 bis 1938 vom Reichsarbeitsdienst der so genannte Schutter-Entlastungskanal zwischen Lahr-Dinglingen und Nonnenweiher erbaut. In den achtziger Jahren wurden in Lahr-Kuhbach und Seelbach-Wittelbach zwei Rückhaltebecken für den Hochwasserschutz gebaut. Der Abfluß der Schutter erfolgt über die Kinzig und den Rhein in die Nordsee.(Quelle: WIKIPEDIA)

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