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"AUF ASTRING" - die
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31. Ausgabe
Januar 2011

Gedanken

Am 26.Februar, also in wenigen Wochen, findet die Abschlussprüfung des vierten Fachwartkurses im Kreis Emmendingen statt. Als Ausbilder sehe ich gerade diesen Kurs mit gemischten Gefühlen. Zum einen war die (über-) große Zahl der Teilnehmer schon hart an der Grenze, zum anderen sind gewisse Auflösungserscheinungen nicht zu übersehen. Tatsächlich waren zeitweise –gerade bei den Praxisterminen-  nur 25 „Lehrlinge“ anwesend. Dieser Umstand wird die Verantwortlichen sicher über die Rahmenbedingungen des nächsten Kurses nachdenken lassen. Es kann und darf nicht angehen, dass manche Teilnehmer die Hälfte der Kurstermine gar nicht absolvieren. Über eine gewisse Teilnahmepflicht wurde bereits im Informationsgespräch am Anfang des Kurses informiert, allerdings ohne konkrete Vorgaben zu machen. Die öfters registrierte Missachtung des Anwesenheitsgebots ist nicht nur denjenigen gegenüber unfair, die „fast immer da“ sind, sondern auch den Ausbildern gegenüber, die einen großen Teil ihrer Freizeit opfern, um ihr Wissen weiterzugeben.

Ungeachtet dessen wünsche ich denjenigen, die sich der Abschlussprüfung stellen, ein gutes Gelingen! Für viele ist dies nach Jahren oder sogar Jahrzehnten die erste Prüfung, nach Schulzeit und Lehre oder dem Führerschein. Das man/frau in dieser Situation aufgeregt ist und Lampenfieber hat, ist normal. Umso schöner und angenehmer ist aber das Gefühl danach, wenn der Landrat die Urkunden überreicht und in der Hochburgmensa der Abschluss gefeiert wird.

Obstsortenbestimmung

Nachdem wir bei Eckhart Fritz in der Lehre waren, dürfte die Bestimmung dieser Birne (Fundort: Gewann Jostel / Kenzingen) keine allzu großen Schwierigkeiten bereiten…habe ich gedacht. Leider war dem nicht so. Im Farbatlas alte Obstsorten 2.Auflage, habe ich die Sorte nämlich gar nicht gefunden.







Bild: M. Ruf



Fündig wurde ich dann –zufällig- im Katalog der Baumschule Ganter. Dort ist zwar kein Bild drin, aber ein bemerkenswerter Text, der mich letztlich auf die richtige Spur brachte:

Sülibirne. Hochstammsorte. Seit altersher am Bodensee, Hochrhein und im südlichen Schwarzwald hochgeschätzte Lokalsorte; starkwüchsig (bis 18 m hohe Kronen), krankheitswiderstandsfähig. Kleine, gelbgrüne, leicht berostete Früchte, zucker-, säure- und gerbstoffreich; nur zum Mosten und Brennen brauchbar. Reife: Ende Oktober - Ende November.


Bild: M. Ruf

Die Sorte gibt es also offensichtlich nur in Südbaden, ist das der Grund, warum sie im (schwabenlastigen??) Buch nicht beschrieben ist? Dabei war die Sülibirne 2002 Streuobstsorte des Jahres. In einem hatte Eckhart Fritz also Recht, ein Pomologe muss Detektiv spielen können, in jeder Hinsicht.

 

... Fortsetzung Sülibirne,Herbizideinsatz, Termine und s'Ledschd

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