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"AUF ASTRING" - die
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27. Ausgabe
April 2010

… Gedanken…

Seit geraumer Zeit ist in der Bewertung des Streuobstes in unserer Kulturlandschaft ein Wertewandel festzustellen. Einst als rückständig geltend und nicht mehr den Erfordernissen des Marktes entsprechend, wurden die alten Sorten gerodet oder fristeten ein Schattendasein. Doch mittlerweile wird die ökologische Bedeutung von Streuobstwiesen hoch eingeschätzt, die Bestände haben gar den Status eines schützenswerten Kulturguts erreicht. Die Zahl der hauptberuflich produzierenden Obstbauern nimmt kontinuierlich ab, dafür steigt die der Nebenerwerbler an und viele haben alles andere im Sinn, als ihre Bäume zu roden und sich im sehr schwierigen Marktumfeld zu tummeln. Durch die allgemeine Wirtschaftskrise, aber auch durch andere Faktoren sind viele wieder zu einer stärkeren –wenigstens teilweisen- Selbstversorgung zurückgekehrt und nutzen den Ertrag ihrer Bäume wieder intensiver. Einige Vereine, Organisationen wie z.B. PLENUM Kaiserstuhl oder der Landschaftserhaltungsverband Emmendingen, aber auch interessierte Privatleute engagieren sich in der Wiederbegründung und Pflege von Streuobstbeständen. Genau in diese Kerbe zielt ein Projekt des KOGL im Elztal. Dort sollen die noch bestehenden Reste wieder in einen akzeptablen Zustand versetzt werden, um dies zu erreichen werden wir den Landwirten und Grundstücksbesitzern helfen und Unterweisungen und Schnittkurse durchführen. Damit diese angebotenen Maßnahmen nicht wirkungslos verpuffen, ist an die Gründung einer „Arbeitsgruppe Streuobst“ gedacht, welche sich langfristig darum kümmern soll. Hier tut sich eine gute Möglichkeit für unsere engagierten Fachwarte im Elztal auf, sich einzubringen und in dieser Arbeitsgemeinschaft mitzuwirken. Es gibt viel zu tun, packen wir’s an …

Hintergrundwissen zur Streuobstanlage Hochburg

Der neue Fachwartkurs war bereits des Öfteren auf der Streuobstanlage unterhalb der Ruine Hochburg zugange, um die Obstbäume zu schneiden. Im Jahr 1987 verfügte das Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Forsten die Anlage von drei „Streuobst-Modellprojekten“ im Land, eines davon auf der Staatsdomäne Emmendingen-Hochburg. Der gesamte Komplex der Staatsdomäne einschließlich Landwirtschaftsamt und der Staatlichen Fachschule für Landwirtschaft ist hervorgegangen aus einem mittelalterlichen Meierhof, der später zu einer Großherzoglichen Ackerbauschule wurde. Das Landwirtschaftsamt Emmendingen-Hochburg ist 1987 eine wichtige übergebietliche Ausbildungs- und Fortbildungsstätte, in früheren Zeiten wurden auch „Hauptobstbaukurse“ für Ackerbauschüler und „Obstbaukurse“ für Baum- und Straßenwärter sowie für Lehrer, Beamte und Gartenbesitzer abgehalten.



Vom Gelände der Streuobstanlage Hochburg streift der Blick hinüber zum Kaiserstuhl. Der Weg zur Burgruine führt mitten durch das Obstsortiment und findet an schönen Tagen großen Zuspruch. Es ist ein ideales Naherholungsgebiet. Viele Spaziergänger sprechen die Fachwarte bei ihrer Tätigkeit an und geben ein positives Feedback.



Bild: M.Ruf


Das für die Anlage des Modellprojekts vorgesehene Gelände liegt am Westhang zwischen Ruine und Gutsbetrieb und ist 4,42 ha groß. Seit jeher war es Viehweide und mit vielen Hochstämmen bestockt. Mitte der achtziger Jahre waren viele dieser Bäume abgängig oder vom Sturm geworfen, jedenfalls standen sie kurz vor der Rodung.

... Streuobstwiese Hochburg, Obstbaumkrebs, Termine und natürlich s'Ledschd

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