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"Auf Astring" - die
Fachwartezeitung

Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg e.V.

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16.Ausgabe
April 2008






… Gedanken…

In unserer Hütte im Lehrgarten warten seit geraumer Zeit größere und kleinere Baumassnahmen auf ihre Umsetzung. Konkret ist geplant eine Toilette einzubauen, der erste Bauabschnitt ist im November umgesetzt worden. Seither ist aber nichts mehr geschehen und jetzt beginnt für jeden möglichen Helfer wieder die arbeitsintensive Zeit im Garten, Feld oder Obstanlage. Die weiteren Schritte hier sind die Beschaffung von Holz (OSB-Platten) und die Isolierung des Raums. Dann wird der Fußboden gelegt und der Wassertank aufgestellt, bevor die Einbauten und Anschlüsse beginnen können.
Unsere freiwilligen Helfer bei den Arbeitseinsätzen werden es längst bemerkt haben: Das Werkzeug, das wir ihnen in die Hand drücken, ist oft seinen Namen nicht wert. Hier haben wir ein großes Defizit. Das meiste hat Schrottwert bzw. müsste dringend instand gesetzt oder neu beschafft werden. So würden wir auch wieder mehr Platz gewinnen im Schuppen.
Ich könnte die Liste mühelos fortsetzen. Mancher der Fachwartinnen und Fachwarte wird sich jetzt fragen: Was will der eigentlich? Ich möchte zum Fachwart ausgebildet werden oder bin es schon, dafür musste ich viel Geld bezahlen und manchmal auch richtig schuften auf der Leiter. Soll ich jetzt auch noch die Hütte neu bauen oder was??

Diese Fragen sind berechtigt. Wir sind es gewohnt, für alles und jedes einen Gegenwert –möglichst einen finanziellen- zu erwarten. Ob dies eine gesunde Entwicklung ist, möchte ich bezweifeln. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man nicht glücklicher ist, wenn egoistisches Denken und Haben-Mentalität die Oberhand haben. Etwas geben zu können, jemandem eine Freude zu bereiten, ohne eine Gegenleistung dafür erwarten zu müssen, macht es mir leichter, die Vereinsarbeit zu leisten und einen großen Teil meiner knapp bemessenen Freizeit dafür herzugeben. Wer nichts erwartet, kann auch nicht enttäuscht werden. Gerade in Vereinen spielen sich oft Dramen ab, wenn Vorstände nach Anerkennung gieren, die ihnen letztendlich versagt wird. Wenn ich mit meiner Einstellung ein kleines Stück zu einem achtsamen Umgang miteinander beitragen kann, freut mich dies. Und wenn ich den einen oder anderen zum „Miteinander“ animieren kann, natürlich noch mehr.


Wildbienen

Oft schon wurde ich gefragt, was es mit diesem komischen Gestell auf sich hat, vielleicht ein Kunstwerk? Falsch geraten, hier handelt es sich um Nisthilfen für Wildbienen. Sie brauchen nicht viel für ihr Brutgeschäft, eine kleine Höhle, im Durchmesser abgestimmt auf ihre Körpergröße, in die sie ihre Eier ablegen können.

Gewöhnlich kennt der normale Mitteleuropäer die Gattung Honigbiene, dann hörts meistens auch schon auf. Das es daneben eine ganze Reihe sog. Wildbienenarten gibt, ist vielen nicht klar. Sie gründen keine Völker, sondern leben allein, ihr Brutgeschäft beschränkt sich auf die Ablage der Eier in einem Hohlraum, in der Regel wird noch eine Starthilfe aus Pollen oder einer parasitisierten Raupe dazugegeben. Dann hat sich das.


Viele Wildbienen sehen auch nicht aus wie die klassischen Honigbienen, eher wie fliegende Ameisen. Auch eine ganze Reihe von Solitärwespen weisen ähnliche Eigenschaften in Brutbiologie und Biotopanspruch auf. Viele Arten besiedeln den Totholzbereich, bewohnen markhaltige Stängel oder brüten in Lehmwänden. Nisthilfen anzubieten, ist recht einfach, für Bastler unter den Naturfreunden erschließen sich ungeahnte Möglichkeiten, die auch optisch etwas hergeben. Den Insekten wird es letztendlich egal sein. Die Belegung der Brutröhren hängt natürlich entscheidend vom Nahrungsangebot ab. In einer grünen Kultursteppe ohne Blütenpflanzen werden auch Wildbienen nur selten anzutreffen sein.

Weiterführende Literatur:
Hintermeier,H.: Bienen, Hummeln, Wespen im Garten und in der Landschaft
Obst- und Gartenbauverlag, München
ISBN 3-87596-098-X

Preis 10 €


Neuwahlen im Kreisverband

Am  31.März fand in Malterdingen die diesjährige Mitgliederversammlung des Kreisverbands für Obstbau, Garten und Landschaft (KOGL) statt. Wichtigster Punkt der Tagesordnung waren die alle drei Jahre anstehenden Neuwahlen, bei der die gesamte Vorstandschaft neu gewählt werden musste. Erfahrungsgemäß macht hier weniger die Fülle der Kandidaten für die einzelnen Bereiche Probleme, sondern der Umstand, überhaupt welche zu finden. Trotzdem ist es gelungen, eine –hoffentlich schlagkräftige- Mannschaft zu rekrutieren. Dies ist eine Mischung aus langjährigen, erfahrenen sowie neuen Vorstandsmitgliedern. Im Einzelnen konnten die Bereiche folgendermaßen besetzt werden:

      Erster Vorsitzender               Lothar Herb            
      Zweiter Vorsitzender            Manfred Ruf
      Schriftführer                           Brigitte Ehret
      Kassenwart                           Walter Dörenbecher
      Beisitzer                                 Rolf Bock
      Beisitzer                                 Walter Brand
      Beisitzer                                 Axel Ringwald
      Beisitzer                                 Klaus Waldmann 
                     

Als Kassenprüfer stellen sich dankenswerterweise Klaus Heukeroth und Rudi Kirch zur Verfügung. Die Funktion des Geschäftsführers übt weiterhin Werner Dutzi als Obstbauberater des Landkreises aus.

Die Vereinstermine zur Übersicht
Impressum
Alle Beiträge wurden zusammengestellt von Manfred Ruf, Schriftführer im Kreisverband für Obstbau, Garten und Landschaft e.V. Emmendingen, gleichzeitig Verbindungsmann zu den Fachwarten. Für Fragen, Absprachen und Anregungen bin ich erreichbar unter Telefon 07644 / 6444 ( möglichst nach 20.00 Uhr ) oder (am liebsten) eMail – Adresse: Fachwartmani@aol.com „Auf Astring“ erscheint in unregelmäßigen Abständen, wie es meine Zeit erlaubt.

 

Der Stammtisch im Lehrgarten findet immer am ersten Freitag des Monats statt, ausdrücklich sind alle Fachwarte willkommen, auch die in der Ausbildung!

        



    
Euer Fachwartmani Manfred Ruf