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"auf Astring"
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"Auf Astring" - die
Fachwartezeitung

Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg e.V.

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11.Ausgabe
Mai 2007






--- Gedanken ---
Meine Gedanken schweifen heute zu unserem Lehrgarten in Kenzingen. Vielleicht habt ihr in der Badischen Zeitung gelesen, das Werner –wie jedes Jahr- Teilnehmer sucht, um die „Offenen Gartentüren“ im Landkreis gestalten zu können. Einige werden sich sicher erinnern können, dass wir in 2006 dabei waren. Damals hatten wir wettertechnisch einen rabenschwarzen Tag erwischt. Wenn ich unseren Lehrgarten mit einem der anderen teilnehmenden Gärten vergleiche, so fällt mir als erstes auf, dass wir eine völlig andere Zielsetzung verfolgen, sind doch fast alle anderen Gärten in erster Linie auf optische Gefälligkeit ausgelegt und als reine Ziergärten gestaltet. Da können wir mit unseren endlosen Reihen an Spindelbäumen nicht mithalten. Aber was reizt den Betrachter an einem Garten, sind es tatsächlich nur blühende Pflanzen? Dann könnten ja in schnurgeraden Reihen zwischen asphaltierten Wegen eine Sorte nach der anderen vorgestellt werden, wie in einem Katalog. Tatsächlich ist es so, dass ein Garten gestaltet sein will, verschlungene Wege, die ständig neue Blickwinkel eröffnen, andere Erwartungshaltungen wecken, die Lust aufs Entdecken herausfordern. Ruheplätze, die zum setzen und ausruhen vorhanden sind, fördern das Gartenerlebnis und laden ein zum direkten auftanken in der Natur. Dabei ist es relativ egal, ob Obstbäume oder Stauden als Objekte zu betrachten sind.

In unserem Lehrgarten sieht man vorne in der Reihe stehend bis zum 300 Meter entfernten Zaun an der Grundstücksgrenze. Das ist in einem Wort gesagt - langweilig. Aber: Muss das so bleiben ??

Jeder weiß nun, dass eine ansprechende Gartengestaltung mit sehr hohem zeitlichem Aufwand verbunden ist, nicht nur bei der Anlage, sondern auch bei der Pflege. Damit haben wir im Lehrgarten sicher die größten Probleme. Jeder, ob Fachwart, Vereinsmitglied oder Besucher findet den Lehrgarten klasse, die Begeisterung lässt aber rapide nach, wenn Arbeiten anstehen. Dann haben wir gerade noch eine Handvoll Unentwegter, die ihre Zeit opfern und sich für das Gemeinwohl engagieren. Meistens sind es immer dieselben, und meistens diejenigen, die sowieso schon die Masse der Vereinsarbeit tragen. Ehrenamt ist oft mühsam. So bleiben eigentlich für die Zukunft nur zwei Alternativen:

  1. Die bisherigen Zugpferde engagieren sich unverändert stark im Lehrgarten und holen mit geringstem und unbedingt notwendigem Aufwand das Höchstmögliche an Ergebnis heraus. Dazu gehört eine sehr effiziente Planung und Umsetzung. Damit nicht bald der Erste wegen der enormen Belastung das Handtuch wirft und sich verabschiedet, ist die Arbeit auf möglichst viele Schultern zu verteilen.
  2. Sollte dies nicht ausreichen, wird der Lehrgarten über kurz oder lang nicht zu halten sein. Dann wird er entweder - wie vor unserer Übernahme- in einen recht erbärmlichen Zustand übergehen oder aber, was wahrscheinlicher ist, zu einem reinen Kostenfaktor degradiert werden, der vom KOGL aufgrund der nicht mehr aufzubringenden finanziellen Mittel abgestoßen werden muss.
Ich möchte jetzt nicht auf Pessimismus machen, sondern versuchen, die Dinge realistisch zu sehen. Und da erfordert es einfach mehr als schöne Worte, nämlich Eigenleistung. Dazu gibt es eine ganze Reihe von guten und umsetzbaren Ideen. Ich kann und möchte aber nicht als Einzelkämpfer auftreten, sondern suche immer noch die unterstützenden Fachwartinnen und Fachwarte mit Idealismus.
Auf geht's!

Unser Lehrgarten in Kenzingen
Unser nächstes Fachwartetreffen findet wie gewohnt am ersten Freitag im Monat, diesmal am 04.Mai ab 17.00 Uhr statt. Ich wünsche mir zahlreiche Teilnehmer.

Um für die anstehenden Arbeiten im Lehrgarten zukünftig einen festen Termin zu haben, haben wir uns im Vereinsvorstand dermaßen entschieden, dass wir ab sofort jeden Freitag ab 17.00 Uhr den Garten für Arbeitseinsätze öffnen. Damit wollen wir es jedem engagierten Fachwart und Vereinsmitglied ermöglichen, wenigstens ab und zu an einem dieser Arbeitseinsätze teilzunehmen. So muss nicht ein ganzer Samstag abgeschrieben werden, da die meisten von uns am Samstag zuhause zu tun haben.

Anfang April hatten wir Besuch von einem Redakteur der Monatszeitschrift „REGIOMAGAZIN“. Dieses Heft wird in seiner Mai-Ausgabe einen Artikel über den KOGL und seinen Kenzinger Lehrgarten bringen. Damit hoffen wir, weitere Bevölkerungskreise ansprechen zu können und so den Garten bekannter zu machen.


Gesehen und fotografiert von unserer Fachwartkollegin Margrit:
„Fachwarte“ in der Karibik beim Baumschnitt.



In eigener Sache
Der Kreisverband für Obstbau, Garten und Landschaft, Emmendingen e.V. hat bekanntlich in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Emmendingen, Beratungsstelle für Obstbau, den Fachwartelehrgang organisiert und durchgeführt. Bewusst haben wir dabei die Teilnahme nicht von einer Vereinsmitgliedschaft abhängig gemacht. Natürlich trägt der KOGL auch die Betreuungskosten für die Fachwarte, zum Beispiel die Herstellung und den Versand dieser Zeitung. Da wir verständlicherweise dies nicht auf Dauer tun wollen und können, verknüpfen wir -jetzt nach Beendigung eurer Ausbildung- die weitere Betreuung mit einer Vereinsmitgliedschaft. Im Klartext heißt das, dass dies für Nichtmitglieder der letzte Astring ist, der per E-Mail oder Brief zu euch nach Hause kommt. Für alle noch unentschlossenen: Der Jahresbeitrag kostet 35,- € und beinhaltet die Lieferung der Zeitschrift „Obst + Garten“. Und natürlich eine herzliche und gern erbrachte Integration in unserem Vereinsleben.

Die Vereinstermine zur Übersicht
Freitag 04.Mai 2007 ab 17.00 Uhr Arbeitseinsatz und Fachwartetreffen im Lehrgarten
Alle weiteren Freitage während der Sommerzeit: ab 17.00 Uhr Arbeitseinsatz im Lehrgarten

26. Juli 2007 Jahresausflug des KOGL zur Insel Mainau

29.Juli 2007 Ausflug der Fachwarte zum Staudensichtungsgarten Hermannshof in Weinheim

21.Oktober 2007 Herbstfest unseres Partnervereins in Marlenheim / Elsass

Impressum
Alle Beiträge wurden zusammengestellt von Manfred Ruf, Schriftführer im Kreisverband für Obstbau, Garten und Landschaft e.V. Emmendingen, gleichzeitig Verbindungsmann zu den Fachwarten. Für Fragen, Absprachen und Anregungen bin ich erreichbar unter Telefon 07644 / 6444 ( möglichst nach 20.00 Uhr ) oder (am liebsten) eMail – Adresse: Fachwartmani@aol.com „Auf Astring“ erscheint in unregelmäßigen Abständen, wie es meine Zeit erlaubt.



Der Mai ist gekommen. Während der Maikäfer in manchen Gegenden sehr selten geworden ist, tritt er am nördlichen Kaiserstuhl vielfach in Massen auf und richtet große Schäden an. Jetzt ist die richtige Zeit für eine Wanderung in den ergrünten Wäldern.

Darauf freue ich mich und verbleibe mit herzlichen Grüßen, euer


    
Fachwartmani Manfred Ruf