Ende Januar erschien in der Badischen Zeitung ein Artikel unter dem Aufmacher: “Der Klimawandel trifft Baden hart“. Dort werden die direkten Folgen für unsere Region aufgezeigt, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen. Im Wesentlichen sind es zwei Punkte, die maßgeblich unser Klima beeinflussen werden, da ist zum einen die erhöhte Hochwassergefahr in den Wintermonaten genannt, zum zweiten -und wahrscheinlich am deutlichsten- wird sich dich Erhöhung von Tagen mit hohen Temperaturen bemerkbar machen. Wir haben alle noch die Hitzeperiode des Sommers 2003 in Erinnerung. Da wir im Oberrheintal naturgemäß immer schon klimatisch begünstigt waren, könnte sich das nun in einer drastischen Annäherung an „Mittelmeerverhältnisse“ wie zum Beispiel in Spanien, ins Gegenteil umkehren. Regionen wie der Schwarzwald werden im Winter keinen Schnee mehr haben, dafür werden die sommerlichen Hitzetage zunehmen. Konkret zeichnet sich der Klimawandel in der Natur seit einigen Jahren ab. Die Einwanderung von Wärme liebenden Arten ist in Fauna und Flora seit längerem zu beobachten. Immerhin beginnt jetzt die Politik langsam zu handeln. Neben der bereits seit einiger Zeit laufenden und finanziell unterstützten Nutzung von regenerativen Energien zur Verringerung des CO²-Ausstoßes wurde jetzt ein Gutachten vorgestellt, das sich mit dem regionalen Klima auseinandersetzt und Empfehlungen für die Städte- und Landschaftsplanung aufzeigt. Dort wird unter anderem vorgeschlagen, weniger dicht und hoch zu bebauen, mehr Grün- und Freiflächen zu schaffen oder „an den Siedlungsrändern eine den Luftaustausch fördernde Gestaltung zu bevorzugen“. Das ist typisch Politik. Die Realität sieht aber so aus, dass gerade die noch vorhandenen Lücken als erstes verbaut werden. Ich bin mal gespannt wenn mir zum ersten Mal ein solchermaßen gestalteter Siedlungsrand auffällt. Und noch mehr, wie der sich auf mein Wohlbefinden auswirken wird. Die gesamte Studie, die vom Regionalverband Südlicher Oberrhein vorgestellt wird, ist im Internet unter der Adresse

Der Silberreiher als typisches Beispiel:
Noch vor einigen Jahren äußerst selten, kann er heute während des Winters – oft in mehreren Exemplaren- auf den Wiesen zwischen Teningen und Riegel bei der Futtersuche beobachtet werden. Wann wird er hier zur Brut schreiten?
Unser Lehrgarten in Kenzingen
Mitte Januar wurde unser Lehrgarten zum Anlaufpunkt für ca. 900 Wanderer. Der Kenzinger Verein, der alljährlich einen IVV-Volkswandertag durchführt, hatte unsere Hütte als Anlaufstelle für die Stempelvergabe genutzt. Diesem Event haben wir auch die Aufarbeitung des kurzen Wegstücks von der Alten Straße bis zum Tor des Lehrgartens zu verdanken. Da unsere Hütte in tadellosem Zustand hinterlassen wurde und wir die Existenz des Lehrgartens vielen Menschen bewusst machen konnten, haben alle Seiten profitiert.
Aus unserem Plan, die Parkfläche innerhalb des Lehrgartens zu befestigen und damit auch während der Wintermonate befahrbar zu machen, wird wohl nichts werden. Diese Vorhaben würde –auch bei allem Entgegenkommen der Ausführenden- den finanziellen Spielraum des Vereins übersteigen. Somit ist im Winter oder bei schlechtem Wetter weiterhin ein abstellen der Fahrzeuge außerhalb des Geländes notwendig.

Die ersten Äpfel des Jahres 2007 sind da. Beim Baumschnitt am 13.Januar 2007 in Freiamt - Ottoschwanden, auf einer Höhe von ca. 450 m, habe ich diesen fruchtenden Zweig geschnitten und fotografisch dokumentiert.
Achtung: Dies ist kein Witz!
Abschlussprüfung
Am Samstag, dem 3.März steht die Abschlussprüfung der Fachwarte auf dem Programm. Viele von euch zittern diesem Tag mit sehr gemischten Gefühlen entgegen. Schließlich ist es Jahre oder bei manchen Jahrzehnte her, wann sie das letzte Mal in einer Prüfung gesessen haben. Dazu kommt, dass Menschen die Bäume schneiden, sich eher zu den Praktikern zählen, und diese tun sich naturgemäß eher schwer mit schriftlichen und mündlichen Prüfungen. Ich möchte euch an dieser Stelle beruhigen und Mut machen, es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Dass ihr die Praxis des Baumschnitts beherrscht, habt ihr oft genug bewiesen. Ich wünsche euch für die Prüfung viel Selbstvertrauen und danach eine schöne Feier in der Hochburg.
In eigener Sache
Wir –Werner Dutzi, Lothar Herb, Walter Dörenbecher und Manfred Ruf- haben euch als Ausbilder ein Jahr lang begleitet und euch viele Kenntnisse beigebracht. Da dies ein relativ langer Zeitraum ist, wurden viele Kontakte geknüpft, Gespräche geführt und Gemeinsamkeiten entdeckt. Gemeinsames Tun schafft ein gewisses Zusammengehörigkeitsgefühl. Es wäre wünschenswert, wenn wir uns am Ende dieser Zeit nicht in alle Winde zerstreuen und nichts mehr voneinander hören würden. Der schönste Lohn für uns wäre deshalb ein Eintritt in den Kreisverband und damit verbunden weitere Treffen, sei es zur Geselligkeit oder zur Weiterbildung. Dies wird natürlich in einem zeitlich weniger intensiven Rahmen als bisher geschehen und darf nicht in Stress ausarten. Meine Kollegen und ich freuen uns darauf.
Impressum
Alle Beiträge wurden zusammengestellt von Manfred Ruf, Schriftführer im Kreisverband für Obstbau, Garten und Landschaft e.V. Emmendingen, gleichzeitig Verbindungsmann zu den Fachwarten. Für Fragen, Absprachen und Anregungen bin ich erreichbar unter
Telefon 07644 / 6444 ( möglichst nach 20.00 Uhr )
oder (am liebsten) eMail – Adresse:
Fachwartmani@aol.com „Auf Astring“ erscheint in unregelmäßigen Abständen, wie es meine Zeit erlaubt.

Rätsel: Irgendwo unter diesen Elzacher Schuttigen ist der Fachwartmani versteckt. Welcher wohl ??
Einmal im Jahr gibt es spannendere Tätigkeiten als Bäume schneiden. Aber die Fasnet ist rasch vorbei und dann geht’s wieder auf die Leiter. Darauf freue ich mich und verbleibe mit herzlichen Grüßen, euer
Fachwartmani Manfred Ruf